Vor 90 Jahren wurden die Arbeiter und Anarchisten Sacco und Vanzetti ermordet

„Lang lebe die Anarchie!“

(Die letzten Worte Nicola Saccos vor seiner Hinrichtung)

Trotz erwiesener Unschuld wurden die Anarchisten Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti am 23. August 1927 in den USA auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Die US-amerikanische Klassenjustiz im Zusammenspiel mit Polizei und Kapitalisten hatte sich die rücksichtslose Bekämpfung der großen und kämpferischen revolutionären Arbeiterbewegung zum Ziel gesetzt. An ihrer Spitze standen oftmals Anarchisten als entschiedenste Kräfte im Tageskampf um bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen und für eine klassenlose und ausbeutungsfreie Gesellschaft.

Sacco, ein Arbeiter in einer Schuhfabrik, und Vanzetti, ein Fischverkäufer, waren Redner bei Streiks und Arbeiterdemonstrationen und verfassten Artikel für anarchistische Arbeiterzeitungen. An ihnen wollte der Staat ein Exempel statuieren und verklagte und verurteilte sie fälschlich des „Raubmordes“. Weltweit gingen damals Millionen von Arbeiterinnen und Arbeitern in Solidarität mit Sacco und Vanzetti auf die Straße, mancherorts kam es zu Solidaritätsstreiks. Erst 1977 räumte der Staat sein kriminelles und mörderisches Vorgehen ein und erklärte sie zu „Justizopfern“.

In ihrem Abschiedsbrief an ihr Verteidigungskomitee schreiben die beiden Genossen: „Nur zwei von uns werden sterben, aber unsere und eure Ideen werden in Millionen von Hirnen weiterleben. Sie sind nicht überwunden und nicht zu zerstören. Errichtet aus unseren Kümmernissen, unseren Schmerzen, unseren Fehlern, unserer Niederlage und aus unserer Leidensgeschichte eine Rüstkammer für die zukünftigen Kämpfe und für die endgültige Befreiung.“

Wir gedenken unserer beiden ermordeten Genossen und werden den Kampf für eine freie, anarchistische Gesellschaft weiterführen.

Die Redaktion der BUNĂ

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