Getagged: Anarcho-Syndikalismus

Die letzte BUNĂ – weiter geht es mit den Kampfgeistern

Liebe Leserinnen und Leser,

das neunte Heft ist die letzte Ausgabe der „BUNĂ – Zeitschrift für Befreiung & Emanzipation – nicht nur in Rumänien“. Nach sieben Jahren des immer wieder unregelmäßigen Erscheinens stellen wir die Zeitschrift ein. Zwei Gründe sind dafür ausschlaggebend: Zum einen ist es der zeitliche Aufwand, den wir als Herausgeber und Redakteure für die Zeitschrift aufbringen müssen. In den letzten Jahren gab es einige personelle Veränderungen bei uns. Mitarbeitende wurden Eltern oder sind beruflich stark beansprucht. Zum anderen blieb auch das Interesse an der Zeitschrift aus der deutschsprachigen anarcho-syndikalistischen/anarchistischen Bewegung an den Entwicklungen in Rumänien und Moldawien geringer, als wir das von einer international-universal ausgerichteten Bewegung erwartet hatten. Ein Genosse sprach in diesem Zusammenhang kürzlich davon, dass die BUNĂ „ihrer Zeit voraus“ sei. Während die Zeitschrift in Rumänien über viele Freundinnen und Freunde verfügt, ist sie in Deutschland kaum über den Kreis weniger an der internationalen Situation interessierter anarchistischer/syndikalistischer Genossinnen und Genossen und an Rumänien Interessierten hinausgekommen. Nach einer umfassenden Analyse sind wir zu dem Schluss gekommen, dass der zeitliche Aufwand, die Zeitschrift weiter herauszugeben, in keinem befriedigenden Verhältnis zu ihrer Verbreitung steht. Auch wenn die letzte Ausgabe ausverkauft ist, haben doch nur wenige anarchistische/syndikalistische Gruppen die BUNĂ abonniert oder verkaufen sie auf ihren Büchertischen. Eine Trendänderung zeichnet sich nicht ab, auch wenn wir für die Qualität und Vielfalt der Zeitschrift immer wieder viel Anerkennung erfahren, die uns über die Jahre auch bestärkte, weiter zu machen. Wir betrachten die Notwendigkeit einer Zeitschrift wie der BUNĂ nach wie vor als gegeben. Die Herausgabe macht aber unter den gegebenen Umständen wenig Sinn.

Es geht weiter mit den „Kampfgeistern“

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Die BUNĂ im Interview mit der Direkten Aktion

DA ScreenshotJay Parker von der online erscheinenden anarcho-syndikalistischen Zeitschrift Direkte Aktion führte ein ausführliches Interview mit Martin aus unserer Redaktion. In dem Gespräch wird die Entwicklung der BUNĂ nachgezeichnet und Einschätzungen über die aktuelle Lage in Rumänien und die Historie des Landes gegeben. Es streift weiterhin die jüngste und die aktuelle anarchistische Gegenwart. Das Interview findet sich hier: https://direkteaktion.org/befreiung-und-emanzipation-nicht-nur-in-rumaenien/

„Vereint gegen Armut kämpfen“ – Ein Interview mit Mahala

Mahala ist eine anti-autoritäre und anarchistische Selbstorganisation von Arbeitenden in Rumänien. Die Genossinnen und Genossen unterstützen kämpfende Arbeiterinnen und Arbeiter. Sie klären über Arbeitsrechte auf und sind immer wieder in der Öffentlichkeit präsent. Wir sprachen mit ihnen im Januar 2020.

1. Warum habt ihr Mahala gegründet und was bedeutet euer Name?

„Mahala“ ist ein rumänisches Wort, das grob übersetzt soviel wie „Slum“ oder „arme Nachbarschaft“ bedeutet. Traditionell bezieht es sich auf jede Form von Unterkunft, die mit einer Straße verbunden ist. Der heutige Gebrauch des Wortes ist meistens negativ besetzt, in Anbetracht dessen, wie Leute oft dazu tendieren, auf Menschen aus der arbeitenden Klasse, den Marginalisierten und Armen herunterzublicken. Trotzdem bringt es auch gleichzeitig das Bild ethnisch verschiedener und sozial vereinter Gemeinschaften in den Sinn, die gemeinsam gegen Armut kämpfen.

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