Getagged: Revolution

Kampfgeister – Erste Ausgabe erschienen

Liebe Leser:innen und Freund:innen der BUNĂ. Die erste Druckausgabe unseres Nachfolgeprojekts, den Kampfgeistern, ist erschienen und wurde bereits an alle Abonnent:innen der BUNĂ verschickt. Wir haben jeder Sendung eine Info darüber beigefügt, bis zur wievielten Ausgabe der Kampfgeister das BUNĂ-Abo anteilig verrechnet wird. Wir hoffen ihr findet das neue Magazin genauso ansprechend wie wir und freuen uns über Anregungen und Kritik.

In der ersten Ausgabe finden sich in deutscher Erstübersetzung die „Erinnerungen“ von Mechel Stanger, einem Anarcho-Syndikalisten aus der Bukowina. Er beteiligte sich u.a. aktiv in der anarchistischen/syndikalistischen Bewegung der Bukowina in den 1920er/30er Jahren, desertierte aus dem gewalttätigen rumänischen Militärdienst, floh nach Westeuropa, kämpfte 1937 in der sozialen Revolution in Spanien und lebte anschliessend in Schweden. Dort war er in der syndikalistischen Arbeiter:innenbewegung und deren Gewerkschaft SAC aktiv. Die Druckausgabe der Kampfgeister kann für 3 Euro plus 2 Euro für Verpackung und Versand über: kampfgeister@syndikalismusforschung.info bestellt werden. Ein Abo über 3 Ausgaben gibt es für 15 Euro, ein Förderabo mit der Wahl einer Buchprämie für 25 Euro. Alle Infos dazu findet ihr hier: https://syndikalismusforschung.wordpress.com/kampfgeister/

Auf unserem BUNĂ-Blog werden weiterhin unregelmäßig Beiträge zu Rumänien, Moldawien und allem was dazu gehört veröffentlicht werden. Schaut vorbei.
Und natürlich: Unterstützt die anarcho-syndikalistische Presse und Medienlandschaft.

Gott und der Staat

100 Jahre nach der Veröffentlichung der von Panait Mușoiu besorgten Ausgabe erschien 2019 Bakunins „Gott und der Staat“ in Rumänien in einer neuen, editorisch ergänzten und erweiterten Ausgabe. Der Verlag „Editura Pagini Libere“ arbeitete über ein Jahr an der Neuherausgabe, die mehr als gelungen ist.

„Gott und der Staat“ ist eine grundsätzliche Schrift des russischen Anarchisten Michael Bakunin (1814-1876) und zählt bis heute zu den wichtigsten anarchistischen Schriften des 19. Jahrhunderts. Das Werk ist ein Klassiker und besteht aus Fragmenten des Textes „Das Knutogermanische Kaiserreich und die soziale Revolution“. Er entstand in den Jahren 1870/71. Bakunin analysiert die autoritären, hierarchischen und zentralistischen Gesellschaftsstrukturen, er analysiert ebenso in tiefgründigster Weise die Religion, „Gott“ und die aus den Religionen hervorgehenden Priesterkasten sowie das Verderben, das diese seit ihrer Existenz über die Menschheit und den freien Geist bringen. Der Staat ist der Ausdruck der jeweils herrschenden Klasse, um Privilegien für wenige zu sichern und das Kapital und die Kapitalisten in seiner und ihrer Mächtigkeit zu beschützen, um die Ausbeutung der Mehrheit der Menschen, der Lohnarbeiter, Bauern und Sklaven fortbestehen zu lassen. Deswegen stellt sich Bakunin ohne wenn und aber auf die Seite der „Materialisten“ gegen die „Idealisten“. Er schreibt: „Jawohl, die Tatsachen gehen den Ideen voran, jawohl, das Ideal ist, wie Proudhon sagte, nur eine Blume, deren Wurzel die materiellen Existenzbedingungen bilden. Jawohl, die ganze geistige und moralische, politische und soziale Geschichte der Menschheit ist ein Reflex ihrer wirtschaftlichen Geschichte.“ „Gott und der Staat“ ist ein zutiefst philosophisches und gleichzeitig rationales und revolutionäres Werk. Zahlreiche darin getroffene Aussagen finden heutzutage noch als Zitate in Veröffentlichungen anarchistischer und freigeistiger Menschen eine Bestimmung und regen zum Nachdenken und zum überdenken tradierter, konservativer Gesellschaftsvorstellungen an.

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Sommer-Ausgabe 2020 des libertären Rumänien-Magazins BUNĂ erschienen

Liebe Leserinnen und Leser,

nach zwei Jahren Pause erscheint die siebte Ausgabe der BUNĂ. Bedingt durch Lohnarbeit und das Engagement in anderen ebenfalls wichtigen Projekten hat sich das Erscheinen der neuen Ausgabe so lange hingezogen. Beabsichtigt war dies nicht und wir sind bemüht, von nun an wieder mindestens zweimal im Jahr zu erscheinen. Wichtige Themen gibt es wahrlich genug. Wir beleuchten diese nach wie vor von einem anarchistischen und klassenkämpferischen Standpunkt aus. Leider gibt es auch eine schlechte Nachricht. Aufgrund der deutlich gestiegenen Druck- und Versandkosten mussten wir den Verkaufspreis auf drei Euro pro Heft erhöhen. Ein Abo über vier Ausgaben kostet nun 12,50 Euro.

In der aktuellen Ausgabe berichten wir über den selbstorganisierten Streik von mehrheitlich aus Rumänien stammenden ErntearbeiterInnen auf dem Spargelhof Ritter in Bornheim bei Bonn. Mit Unterstützung der anarcho-syndikalistischen Gewerkschaft FAU konnten Teile des vorenthaltenen Lohns eingetrieben werden. Die Solidarität für die kämpfenden ArbeiterInnen wuchs von Tag zu Tag und konnte die Aufmerksamkeit auf die generell katastrophalen Zustände lenken, unter denen die ErntearbeiterInnen leben und arbeiten müssen. Mit der „Gemeinschaft militanter ArbeiterInnen MAHALA, einer dem Anarcho-Syndikalismus nahe stehenden anti-autoritären Gruppe aus Rumänien führten wir ein interessantes Gespräch über ihre Aktivitäten, die Arbeitsrealitäten und betrieblichen Widerstand. Wir berichten über die großartig editierte Neuausgabe von Bakunins anarchistischem Klassiker „Gott und der Staat“ sowie die anarchistische Utopie „Arimania“ des Anarchisten und Syndikalisten Iuliu Neagu-Negulescu. In Buchbesprechungen nehmen wir uns einer neuen Biographie über den rumänischen Schriftsteller Panait Istrati und dem wissenschaftlichen Werk „Wie Rumänien rumänisch wurde“ des Historikers Lucian Boia an. Abgerundet wird die Ausgabe mit Kurznachrichten zu Südosteuropa und aus der anarchistischen Bewegung sowie einem Reisebericht auf den Spuren von Panait Mușoiu und dem Anarchismus in Bukarest.

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BUNĂ on tour – Veranstaltung zu Stefan Gheorghiu am 13. April in Jena

Am 13. April 2018 findet im Gewerkschaftslokal der Freien ArbeiterInnen Union in Jena die Buchvorstellung „Militant! Stefan Gheorghiu und die revolutionäre Arbeiterbewegung Rumäniens“ mit dem Autoren Martin Veith statt. Vorgestellt wird auch das anarchistische Zeitungsprojekt „BUNĂ – Zeitschrift für Emanzipation und Befreiung – nicht nur in Rumänien“. Neben der historischen Vorstellung der syndikalistischen und anarchistischen Bewegung und ihrer Kämpfe zu Zeiten Gheorghius, gibt es auch einen Einblick in aktuelle gesellschaftliche Kämpfe in Rumänien und die heutige anarchistische Bewegung. Danach gibt es Raum für Diskussionen. Das Institut für Syndikalismusforschung und die Zeitschrift BUNĂ sind mit einem Büchertisch vertreten. Wir freuen uns auf euer kommen!

13. April | 18 Uhr | FAU-Gewerkschaftslokal „Milly Witkop“ in der Bachstraße 22, 07743 Jena

Einen Einblick in das Buch „Militant!“ gibt die folgende Buchvorstellung: